Eine Rückkehr zu Körper, Zyklus und weiblicher Erinnerung
Was meine NONNA wusste
Angela Corrado
„
Es roch immer nach frischer Wäsche. Morgens gemischt mit Kaffeeduft. Mittags mit dem Geruch des Mittagessens.
— eine Erinnerung aus dem Buch
Was als Kind wie Aberglaube klang, wird Jahre später zu einer Spur: zurück zum eigenen Körper, zurück zur weiblichen Linie, zurück zu einem Wissen, das in Küchen, Gesten, Verboten und unausgesprochenen Sätzen überlebt hat.
Zwischen Deutschland und Sizilien, Medizin und altem Frauenwissen erzählt Angela Corrado von der Kraft weiblicher Erinnerung und von einem Körper, der nie aufgehört hat zu sprechen.
Eine persönliche Spurensuche über Blut, Körperwissen, Mutterschaft, Scham, Schuld, Kontrolle, Liebe und Herkunft.
Für Frauen, die sich nicht länger verstecken wollen
Vor dem, was sie fühlen. Vor dem, was sie wissen. Vor dem, was sie sind.
Dieses Buch ist für dich, wenn du spürst, dass dein Körper mehr weiß, als dir beigebracht wurde. Wenn du ahnst, dass die Frauen vor dir etwas bewahrt haben, das nicht in Büchern steht. Und wenn du bereit bist, dich daran zu erinnern.
Erinnere dich.
Vor etwa zwei Jahr hatte ich die Idee, über den Zyklus zu schreiben. Es kribbelte im ganzen Körper. So fühlt es sich bei mir an, wenn etwas richtig ist. Irgendwann später kam der Impuls, zu meiner Nonna zu schreiben. Dazwischen lag auch eine Phase, in der ich das Manuskript komplett weglegte und liegen ließ.
Ich musste jedes Kapitel in mich hineinspüren. Es sollte authentisch sein. Ich betrachtete mein Leben. Ich wollte meine Nonna innerlich wieder spüren. Immer wieder kam es zurück, bis der Ton endgültig stimmte und meine Wahrheit aufgeschrieben war.
Leseprobe
Aus dem Vorwort
Ich habe schon immer Fragen gestellt. Manche Menschen sammeln Antworten. Ich sammle Zusammenhänge.
Viele der Themen, über die ich hier schreibe, begleiten mich seit meiner Kindheit. Andere haben sich erst spät gezeigt. Oft dachte ich, ich hätte eine Antwort gefunden, nur um festzustellen, dass dahinter noch eine weitere Frage wartete.
Vor einigen Jahren begann ich, an meiner Biografie zu schreiben. Ich wollte mein Leben festhalten. Die wichtigen Stationen, die großen Entscheidungen, die schönen und die schweren Zeiten. Irgendwann legte ich das Manuskript zur Seite. Es war noch nicht die richtige Geschichte.
Dann, vor etwa zwei Jahr, tauchte ein Gedanke auf. Der Zyklus. Nicht als medizinisches Thema, nicht als Ratgeber, sondern als etwas, das mit viel mehr verbunden war, als ich zunächst verstand. Als ich begann, darüber nachzudenken, spürte ich dieses Kribbeln, das ich aus meinem Leben kenne. Dieses Gefühl, das auftaucht, wenn etwas wichtig ist. Nicht unbedingt logisch. Nicht immer vernünftig.
Denn manchmal beginnt etwas Neues nicht mit einer Antwort. Sondern mit einer Frage, die man sich endlich erlaubt zu stellen.
… weiterlesen im Buch.
Quello che sapeva mia Nonna
Il libro è disponibile anche in italiano.
Scopri di più